Das Gold von Cajamarca – Yanacocha
Yanacocha ist Lateinamerikas größte Goldmine, gelegen oberhalb der Stadt Cajamarca in den Nordanden Perus. Ein Zusammenschluss des internationalen Konzerns Newmont, peruanischer Bergbauunternehmer Buenaventura und der Weltbank-Tochter IFC.
3,3 Mio.
Unzen Gold abgebaut im Jahr 2005
52 %
der Bevölkerung Cajamarcas in extremer Armut
2000
Liter Quecksilber versehentlich verschüttet in Choropampa
Yanacocha, die Kleinbauern und Padre Marco Arana
Nach vielen Protesten von Kleinbauern, um ihre Menschenrechte zu verteidigen, erklärte Yanacocha am Montag, den 28. August 2006, dass sie das Bergwerk stilllegen. Der Grund seien die Proteste gegen die Mine von Kleinbauern des Dorfs Combayo.
Marco Arana ist Menschenrechtspreisträger des Zusammenschlusses der Menschenrechtsorganisationen in Peru. Gegen ihn begann in Cajamarca eine Verleumdungskampagne. Manche Minen-Anhänger beschuldigten ihn, an der drohenden Schließung der Mine schuld zu sein.
„Die Drohungen schüchtern mich nicht ein, ich ertrage dies mit einem festen christlichen Glauben.“
Padre Marco Arana
Mythen des Neoliberalismus
Die Mine versprach Wohlstand für die Region. Die Wirklichkeit: Horrende Gewinne für die Bergbaukonzerne – völlig an der Bevölkerung vorbei. Verschmutztes Wasser, vergiftetes Land, vertriebene Kleinbauern. Die Kluft zwischen Versprechen und Realität ist das zentrale Thema der Grundsatzartikel auf dieser Seite.
Eigene Grundsatzartikel
- Yanacocha: Daten und Fakten – Kontext, soziale Auswirkungen, Deutung
- Das Gold von Cajamarca (Hauptartikel) auf Basis aller Dokumente von Grufides, Ecovida, UNC (1992–2002)
- Mythen des Neoliberalismus: Die Versprechungen der Mine und die Wirklichkeit
- „Die Verheißungen des Kapitalismus“ – Kapitalismus als Religion
- Rondas Campesinos (Bambamarca): Entstehung, Bedeutung