Theologie der Befreiung

Theologie der Befreiung

Die Geburt von Jesus, dem Messias – eine Lektüre aus Cajamarca

„Diejenigen, die am meisten verachtet werden, die Hirten von Bethlehem, sind die Ersten, die die Botschaft von einem Neuen Himmel und einer Neuen Erde hören. In der finsteren Nacht einer langen Geschichte öffnet sich ihnen der Himmel und steigt zur Erde hinab. Das Licht dringt in die Herzen der Menschen ein und zeigt ihnen den Weg. Sie folgen dem Stern und gelangen zu einer Hütte. Dort entdecken sie in einer Krippe ihren Retter und Befreier – während die Weisen von Jerusalem und die Mächtigen von Rom weder diese Botschaft hören noch den Stern sehen können, weil sie sich selbst für das Licht halten.\“

Willi Knecht, 1999

Conclusio

  • Diejenigen, die am meisten verachtet werden – wie die Campesinos von Bethlehem – sind die Ersten, die die Botschaft von einem Neuen Himmel und einer Neuen Erde hören. Sie brechen auf, machen sich auf den Weg und entdecken ihren Retter und Befreier.
  • Menschwerdung und Auferstehung: Die Gemeinschaft der Jünger*innen von Jesus Christus entlarvt die herrschenden Götzen und deren Diener. Im Widerstand gegen menschenverachtende Ungerechtigkeiten geschieht Auferstehung.
  • Ziel: Ein Leben in Würde für alle – vorrangig für diejenigen, denen diese Würde vorenthalten bzw. geraubt wird – im Rahmen der planetarischen Grenzen unserer gemeinsamen Mutter Erde.

Das Evangelium der Bauern von Bambamarca

Das zentrale Dogma des christlichen Glaubens ist für die Campesinos nicht Gegenstand theoretischer Überlegungen, sondern täglich gelebte und erlebte Erfahrung. Für die Campesinos steht die Botschaft vom Reich Gottes im Zentrum ihres Glaubens – nicht weil sie dies als zentrale Aussage in einem Katechismus so gelernt hätten, sondern weil es die konkrete Vision eines Lebens in Fülle ist, die ihnen angesichts einer Situation des Elends die Kraft gibt, das Elend zu überwinden.

Weitere Texte: williknecht.de – Kirche der Befreiung

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